Change Leadership – Erfahrungen verändern Verhalten

Online (ST0321-368)

Diese Veranstaltung richtet sich an:

  • Vorstände/Führungskräfte, deren Unternehmen vor einem Transformationsprozess stehen.
  • Vorstände/Führungskräfte, die die Erfolgswahrscheinlichkeit bestehender Change-Projekte erhöhen wollen.
  • Führungskräfte, die in ihren Teams mehr Innovation ermöglichen wollen.
  • Vorstände/Führungskräfte, deren Unternehmen die offensichtlichen betriebswirtschaftlichen Grenzen ihrer traditionellen Geschäftsmodelle durch Neuausrichtung überwinden wollen.

„Change misslingt oft – ihn zu unterlassen ist aber keine Alternative.“

Globalisierung und Digitalisierung zwingen nahezu alle Unternehmen dazu, ihre Geschäftsmodelle kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die Corona-Pandemie hat diesen Prozess noch weiter beschleunigt. Viele Unternehmen befinden sich daher quasi laufend in Change-, Entwicklungs- und Transformationsvorhaben. In der Regel sind diese teuer, sorgen für Stress unter allen Beteiligten und sind nüchtern betrachtet meistens nicht erfolgreich. Mit dieser Reihe möchten wir Ihnen neue Blickwinkel auf das Thema „Change“ ermöglichen.

 

Es gibt zwei Wege, um Change umzusetzen.

Projektbasierter Makro-Ansatz: Gemäß diesem Ansatz hat Transformation einen projektbasierten Charakter – mit einem Anfang und einem Ende. Die Rolle der Geschäftsleitung ist in diesem Sinne die eines Gestalters des Transformationsprojekts. Für diesen gesamthaften Makro-Ansatz bietet die ADG das Programm Vorstandskompetenz Businesstransformation an.

Inkrementeller Mikro-Ansatz: Die vorliegende Reihe geht von der Überlegung aus, dass Transformation vom Management am besten durch gezielte punktuelle „Interventionen“ beeinflusst werden kann. Ziel der Interventionen ist es dabei nicht, das „Projekt“ zum Abschluss zu bringen (und so das Unternehmen von A nach B zu entwickeln), sondern eine konstant hohe Veränderungsgeschwindigkeit im Unternehmen zu verankern. Diese inkrementelle Mikro-Ansatz ist Gegenstand der Reihe Change Leadership, zu der auch die vorliegende Veranstaltung gehört.

 

„Erfolgreiche Transformation bedeutet nicht, sich von A nach B zu bewegen, sondern im Unternehmen eine dauerhaft höhere Veränderungs-Geschwindigkeit zu verankern.“

 

Im Denkmuster der Betriebswirtschaftslehre werden Unternehmen stark vereinfacht dargestellt. Sie werden wahlweise als einzelne, von einem „Kopf“ gesteuerte Akteure wahrgenommen oder alternativ als ein von selbstbestimmten Menschen (den Mitarbeitern) aktiv gelenktes Konstrukt. In der Betriebswirtschaftslehre sind Unternehmen also lenkbar. Wir glauben, dass diese Annahme der Steuerbarkeit vereinfachend ist und zu Fehlschlüssen verleitet. Mit anderen Worten: Change-Projekte scheitern, weil Entscheidungen treffende Akteure glauben, Unternehmen lenken zu können wie ein Auto. 

 

In der vorliegenden Reihe begreifen wir Unternehmen hingegen als komplexe Organismen, die ein Eigenleben führen und sich in einem evolutorischen Prozess ständig weiterentwickeln. Unsere Überlegungen basieren auf der Systemtheorie im Sinne von Niklas Luhmann. Von der Geschäftsleitung getroffene Entscheidungen haben zwar zweifelsohne Einfluss auf das Unternehmen. Ihre Auswirkungen sind aber aufgrund der Komplexität des Systems nur bedingt prognostizierbar.

 

Insofern möchte die Reihe Ihnen dabei helfen Voraussetzungen zu erkennen, unter denen eine Management-Intervention mit höherer Wahrscheinlichkeit erfolgreich ist.

Die Erfolgswahrscheinlichkeit, ob sich Unternehmen weiterentwickeln können, hängt fundamental vom Verhalten seiner Mitarbeiter ab. Es ist daher nötig, sich auf die Ebene des Individuums zu begeben, welches mit Glaubenssätzen, Erfahrungswerten und Gefühlen Teil des komplexen Systems „Unternehmen“ ist. Es geht dabei um die Frage, durch welche Interventionen man möglicherweise ganz gezielt auch Veränderungsprozesse im „Mindset“ der Mitarbeiter hervorrufen kann.

  • Welche Rollen und Verantwortlichkeiten braucht es in einem transformierten Unternehmen?
  • Welche Bedeutung spielt dabei Haltung?
  • Warum ist ein „Arbeiten an der Haltung“ direkt nicht möglich?
  • Wie gelingt es, Haltung zu entwickeln?
  • Das Webinar ermöglicht Ihnen einen anderen, neuen Blick auf das Thema „Transformation“. Der neue Blick schärft Ihr Verständnis für Zusammenhänge und Mechanismen des Change.
  • Es unterstützt Sie bei der Identifikation von möglichen Interventionspunkten innerhalb von Transformationsvorhaben.
  • Sie entwickeln während des Webinars Arbeitsfelder im eigenen Unternehmen, die potenzielle Ansatzpunkte für zukünftige Management-Interventionen sind.
  • Sie diskutieren und arbeiten gemeinsam mit anderen Führungskräften. Das Teilen von Erfahrungen und Denkweisen wirkt dabei stimulierend auf die eigene Sicht der Dinge.

Kai Geisslreither, Akademie Deutscher Genossenschaften

Birgit Poisel, Akademie Deutscher Genossenschaften

Die Webinare der Reihe können sowohl gemeinsam als auch einzeln gebucht werden: