Fünf Gründe, warum sich Führungskräfte mit dem Thema New Work beschäftigen sollten

Selbstorganisation statt Kontrolle, Team statt Chef, Sinn statt Gewinn – unter dem Begriff New Work wird die Arbeitswelt neu konzipiert. In der neuen Arbeitswelt gehören digitale Kooperation, zufriedenere Mitarbeiter und innovativere Organisationen zum Arbeitsalltag – so die Argumente von New Work-Fans. Ernst genommen werden kann der Trend aber nur, wenn mehr dahintersteckt als nur Home Office, Bürohunde und die Abschaffung von Titeln. Wir zeigen fünf Gründe, warum sich Führungskräfte mit dem Thema ernsthaft beschäftigen sollten.

1)      Arbeit ist für den Menschen da, nicht der Mensch für die Arbeit

Manager, die Mitarbeiter lediglich als Ressource zur Gewinnmaximierung sehen, können sich in Zukunft wenig Erfolg versprechen. Die Steigerung der Leistung des Einzelnen über Druck oder Inzentives entspricht nicht mehr dem Menschenbild, das New Work zugrunde liegt. Arbeit soll sinnstiftend sein und Motivation intrinsisch entstehen, wobei sich Mitarbeiter selbst organisieren und eigenverantwortlich handeln. Die Führungskraft wird somit zum Ermöglicher und soll ihr Team in die Lage versetzen, selbstständig zu Handeln – ohne Selbstausbeutung. Oder in einem Satz zusammengefasst: Die Arbeit ist für den Menschen da, nicht der Mensch für die Arbeit!

2)      Technik ist wichtig. Aber Menschen sind wichtiger!

Digitalisierung ist ein wesentlicher Antreiber für die New-Work-Bewegung. Fakt ist: Technologie verändert sich rasend schnell und Organisationen müssen sich der Herausforderung stellen, mit den Veränderungen Schritt zu halten. Ohne die Auseinandersetzung mit digitalen Neuerungen kann keine Führungskraft sich oder ihre Organisation zukunftsfähig aufstellen. Allein ein Technik-Spezialist zu sein, reicht aber nicht. Die Digitalisierung bringt auch Veränderungen in der Art, wie Menschen zusammenarbeiten. Wer dem Fachkräftemangel entgegenwirken und den Nachwuchs für sich begeistern möchte, der sollte einen wertschätzenden Umgang mit seinen Mitarbeitern auf Augenhöhe üben.

3)      Neue Führungsmodelle tun allen Beteiligten gut

Wenn der Chef nicht mehr derjenige ist, der die Ansagen macht und Mitarbeiter stumpf Aufträge entgegennehmen und abarbeiten, dann braucht es ein ganz neues Verständnis von Führung. New-Work-Leader verzichten auf Titel wie Bereichsleiter oder Executive Manager, zugunsten der Übernahme von Rollen. Führung heißt in diesem Zusammenhang, Menschen zu begeistern und ihnen zu ermöglichen, ihre Arbeit so gut wie möglich auszuüben. Selbstverantwortliches Arbeiten erfordert Mut – sowohl von den Mitarbeitern als auch von Führungskräften. Verantwortung und Kontrolle abzugeben, Vertrauen in das Team zu setzen – das müssen Führungskräfte oft neu lernen. Die Vorteile: Der Chef ist nicht mehr die eierlegende Wollmilchsau, die Fachexperte, Strategieentwickler, Organisationstalent und Menschenversteher in einer Person vereinen muss. So kann New Work zur Entlastung der einzelnen Führungskraft führen, während die Teammitglieder sich durch das Zutrauen der Verantwortung ernst genommen fühlen.

4)      Nehmen Sie eine agile Haltung ein

Oft wird Agilität mit New Work gleichgesetzt. Dabei sind agile Arbeitsmethoden nur ein Teil, der die neue Arbeitswelt ausmacht – mit viel Potential. Die Kundenbedürfnisse stehen im Zentrum agiler Arbeitsweisen. Außerdem ermöglichen sie Organisationen, dynamischer auf Veränderungen zu reagieren, Entscheidungen werden schneller getroffen und umgesetzt. Auch die Haltung von Führungskräften und Mitarbeitern, das agile Mindset, verändern den Umgang miteinander hin zu mehr Wertschätzung und Begegnung auf Augenhöhe.

5)      Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit erhalten

Last but not least: Bei der gesamten Diskussion um die neue Arbeitswelt geht es vor allem darum, die Wettbewerbsfähigkeit und letztlichdas Überleben eines Unternehmens zu erhalten. Eine dynamischere, menschlichere, wertschätzender Arbeitswelt misst sich auch an konkreten Kennzahlen. Der Unterscheid zur alten Welt: Es geht um nachhaltiges Wirtschaften, statt um reine Gewinnmaximierung. Nachhaltig im Sinne von zukunftsfähigen Organisationen, in denen Mitarbeiter und Führungskräfte kooperativ und gerne zum Erfolg des Unternehmens beitragen.

Hier finden Sie weitere Informationen und passende Veranstaltungen zum Thema Neue Arbeitswelten.

Ihre Ansprechpartnerin

Anna Petschulat

M. Sc.
Portfolio Owner - Team HR & Learning

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