Kompetenzbasierte Personalarbeit auf Basis des BVR-Kompetenzmodells

Im Juni 2019 hat der BVR ein neues Kompetenzmodell vorgestellt, das für die Personalarbeit in den Volksbanken Raiffeisenbanken eine zentrale Rolle spielen kann. Im ADG-Interview erklären Dr. Stephan Weingarz, BVR-Abteilungsleiter Personalmanagement, und Raphael Gierlich, BVR-Referent Personalmanagement, was die wesentlichen Punkte des Modells für die Praxis in der Bank sind. Anna Petschulat, ADG-Expertin für den Bereich HR, stellt außerdem vor, mit welchen Angeboten die ADG Personaler in der Umsetzung des Modells unterstützt.  

Warum ist ein Kompetenzmodell für die strategische Ausrichtung der Volksbanken Raiffeisenbanken überhaupt von Bedeutung?

Dr. Weingarz: Mit dem KundenFokus-Projekt haben sich die Genossenschaftsbanken auf den Weg von der klassischen Filialbank zur Omnikanal-Bank gemacht. Dies geht mit neuen Funktionen und Anforderungen für die Mitarbeiter und Führungskräfte einher. Dies war für uns der Anstoß zu überlegen, wie wir aus dem F&C-Ansatz ein Kompetenzmodell ableiten können, welches diesen strategischen Schritt zur Omnikanal-Bank mit unterstützt. Streng genommen stellt ein Kompetenzmodell die Anforderungen der Bank an seine Mitarbeiter und Führungskräfte dar. Es beschreibt, welche personellen Kompetenzen, welches Wissen und welche Haltung ein Bewerber bzw. ein Mitarbeiter mitbringen sollte, um die geschäftspolitischen Ziele der Bank zu erreichen. Entsprechend haben wir es uns bei der Ausgestaltung des neuen Kompetenzmodells sowohl an F&C als auch an den strategischen Zielen aus KundenFokus, den neuen Rollen in der Bank sowie den genossenschaftlichen Kernwerten orientiert.

Was sind die wesentlichen Faktoren für eine gut aufgestellte Personalarbeit in den Banken laut dem Kompetenzmodell?

Dr. Weingarz: Ein Kompetenzmodell, das nur auf dem Papier besteht, entfaltet keinerlei Wirkung in der Bank. Entsprechend muss es das Ziel der Personalarbeit sein, die Anforderungen und Zielsetzungen aus dem Kompetenzmodell in die tägliche Arbeit zu integrieren –  ob bei der Ausrichtung einer Entwicklungsmaßnahme oder bei der Ausgestaltung von Leistungsbeurteilungen. Auch sollte es einen Orientierungsrahmen für Mitarbeiter und Führungskräfte geben, wenn es um zukünftige Anforderungen in der Bank geht. Damit ist ein Kompetenzmodell weniger ein Spezialisten-Tool für Personaler, mit dem diese ihre Bewerberlisten professionell abarbeiten können, als vielmehr der rote Faden für eine systematische und umfassende Personalarbeit, die für eine wirksame Vorbereitung des Personals auf neue Anforderungen in einer Bank erforderlich ist.

Wie unterstützt das Modell die Personaler in den Banken bei Ihrer Arbeit ganz konkret?

Gierlich: Das Kompetenzmodell unterstützt die Personaler in unseren Genossenschaftsbanken bei fast allen Stufen der Personalarbeit – vom Erstellen des Anforderungsprofils über das Recruiting bis hin zur Personalentwicklung und dem Kompetenzmanagement. Mit der technischen Umsetzung im F&C-Baukasten und in geno.HR wird die Anwendbarkeit in den Banken erhöht. Darüber hinaus profitieren die Banken von einem smarten Standard in unserer Genossenschaftlichen FinanzGruppe. Das kann auch bei Fusionen förderlich sein.

Was genau bietet die ADG in Bezug auf das Kompetenzmodell an?

Petschulat: Wir haben auf Basis des BVR-Kompetenzmodells eine Veranstaltungsreihe im Blended-Learning-Format entwickelt, die es Führungskräften und Spezialisten aus den Bereichen Personal und Organisation in drei Modulen ermöglicht, eine kompetenzbasierte Personalarbeit in ihrem Institut auf die Beine zu stellen. Dabei werden die Teilnehmer im virtuellen und physischen Seminarraum aber nicht nur mit Referaten unserer qualifizierten Dozenten versorgt, sondern wir gewährleisten durch Transferaufgaben einen hohen Praxisbezug. Themen sind Stellenbeschreibungen und Anforderungsprofile, Auswahlinterviews sowie Beurteilungs- und Personalentwicklungsgespräche.

Warum sollten Personaler die Veranstaltungsreihe buchen?

Petschulat: Sie sollten dabei sein, wenn Sie anhand konkreter Personalprozesse erfahren wollen, wie man ein Kompetenzmodell für kompetenzbasierte Personalarbeit nutzen kann und gleichzeitig Handwerkszeug im Bereich von beispielsweise Auswahlgesprächen oder der Formulierung von Anforderungsprofilen erlernen möchten. Außerdem ermöglicht das Format, voneinander zu lernen, Best Practice auszutauschen und sich mit anderen Teilnehmern auch virtuell zu vernetzen.

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Zielgruppe
Branche
Veranstaltungsformat
Datum
BVR-Kompetenzmodell: Kompetenzbasierte Personalarbeit für die Zukunft
RT0120-003
Betriebsräte, Führungskräfte, Spezialisten
Finanzgruppe
Seminare und Workshops
08.04.2020-20.11.2020
BVR Kompetenzmodell - Modul 1 Anforderungsprofile und Stellenausschreibungen
ST0120-029
Betriebsräte, Führungskräfte, Spezialisten
Finanzgruppe
Seminar
05.05.2020-06.05.2020
BVR Kompetenzmodell - Modul 2 Auswahlinterviews kompetenzbasiert führen
ST0120-031
Betriebsräte, Führungskräfte, Spezialisten
Finanzgruppe
Seminar
22.09.2020-23.09.2020
BVR Kompetenzmodell - Modul 3 Kompetenzbasierte Beurteilungs- und Personal-
ST0120-033
Betriebsräte, Führungskräfte, Spezialisten
Finanzgruppe
Seminar
19.11.2020-20.11.2020

Ihre Ansprechpartnerinnen

Anna Petschulat

M. Sc.
Portfolio Owner - Team HR & Learning, Expertin für HR & Coaching

Julia Best

B. A.
Expertin für HR und Training