Internationale Vernetzung: ADG fördert Austausch zwischen Genossenschaften

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Auf dem Campus der ADG qualifizieren sich sowohl Führungskräfte aus deutschen Genossenschaftsbanken, ländlichen Genossenschaften und kooperierenden Unternehmen wie auch Seminarteilnehmer aus dem Ausland. Um die internationale Vernetzung zu fördern, hat die ADG vor kurzem brasilianische Genossenschaftsbanker und Teilnehmer des Genossenschaftlichen Bankführungsseminars (GBF) bei einer Veranstaltung vernetzt.

„Genossenschaften spielen eine bedeutende Rolle in der Wirtschaft Brasiliens“, weiß Elena Uriostegui, Projektmanagerin im Team von ADG International. Allein mehr als 6.687 Genossenschaften mit rund 14,2 Millionen Mitgliedern gehören dem brasilianischen Dachverband Organização das Cooperativas Brasileiras (OCB) an. Rund 398.000  Arbeitsplätze sind bei einer Kooperative beschäftigt.

Neben Unternehmen aus dem Agrarsektor sind auch viele Kreditinstitute genossenschaftlich organisiert. 30 Führungskräfte der Kreditgenossenschaft Sicredi aus Brasilien verbrachten im Mai zwei Tage auf Schloss Montabaur, um das deutsche Genossenschaftswesen kennenzulernen. „Zum ersten Mal haben wir im Rahmen einer Abendveranstaltung bewusst internationale Gäste mit Teilnehmern des GBF zusammengeführt“, so Uriostegui. Dolmetscher unterstützten bei der Verständigung. Nachdem sich sowohl Sicredi als Organisation, wie auch das GBF als zentrales Managementprogramm präsentiert hatten, tauschten sich die Bankfachleute im Format eines World Cafés an verschiedenen Tischen zu Themen wie Genossenschaft, Bildung und Leadership aus.

„Es gab viele lebhafte Gespräche – auch über Politik und bankfachliche Themen“, ergänzt Verena Köhn-Hövel, die als Expertin Personal- und Führungskräfteentwicklung die GBF-Teilnehmer begleitet. Für beide Gruppen war der „Blick über den eigenen Tellerrand“, der Perspektivwechsel zu vertrauten Themen und wie diese in einem anderen Staat bearbeitet werden, sehr interessant. „Deutlich wurde auch, dass es vieles gibt, was über die Grenzen hinweg verbindet – insbesondere genossenschaftliche Werte wie Mitgliederverpflichtung und Hilfe zur Selbsthilfe“, so Köhn-Hövel weiter.

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Ihre Ansprechpartnerinnen

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Elena Uriostegui

Dipl.-Regionalwissenschaftlerin
Projektmanagerin

Verena Köhn-Hövel

M. A.
Expertin Personal- und Führungskräfteentwicklung