Widerstandsfähig gegen Stress:  Tipps zur Stärkung der eigenen Resilienz

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Für Führungskräfte gehören Zeit- und Leistungsdruck, schwierige Situationen und anspruchsvolle Herausforderungen zu ihrem Tagesgeschäft. Um auf Dauer und mit Erfolg damit gut umgehen zu können, brauchen sie stabilisierende Schlüsselkompetenzen wie Widerstandskraft, Belastungsfähigkeit und Flexibilität. Körper, Geist und Vision auch in stressigen Zeiten in Einklang zu bringen – das beschreibt der Begriff Resilienz.

Den Überblick zu behalten, auch wenn es stürmisch wird. Das große Ziel vor Augen zu haben und dabei trotzdem achtsam mit der eigenen Energie und den eigenen Ressourcen umzugehen – das ist oft einfacher gesagt als getan. In der Psychologie beschreibt Resilienz die Fähigkeit, sich aus jeder beliebigen Lage wieder aufzurichten und widerstandsfähig zu sein. Diese Fähigkeit lässt sich trainieren! Wir haben zusammen mit der Resilienz-Expertin Jutta Heller fünf Tipps zusammengestellt, die Ihnen helfen, im Alltag resilienter zu werden.


1) Werden Sie sich über sich selbst und Ihre Fähigkeiten bewusst

„Wenn wir auf unser Leben zurückblicken, können wir uns wichtige Veränderungen und Lernerfahrungen bewusst machen, die wir bereits gemeistert haben“, so Prof. Dr. Jutta Heller.  Die promovierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlerin und Professorin an der Hochschule für angewandtes Management ist Expertin für individuelle und organisationale Resilienz. Aktuell begleitet Heller Mitarbeiter und Führungskräfte der ADG zum Thema Widerstandfähigkeit im Changeprozess. „Wenn wir mit diesen Erfahrungen in die Zukunft blicken, können wir uns zuversichtlich weiteren Herausforderungen stellen.“ 

2) Treffen Sie Entscheidungen

Machen Sie sich eine Liste mit Entscheidungen, die gerade anstehen. Oft wird Stress dadurch ausgelöst oder verstärkt, dass wir unsere Entscheidungen von den Entscheidungen Dritter abhängig machen. Wir stagnieren, werden unmotiviert und schließlich gestresst, weil es nicht voran geht. Egal, ob es sich dabei um private, familiäre oder dienstliche Angelegenheiten handelt. Nehmen Sie sich aktiv vor, jeden Tag mindestens eine dieser ausstehenden Entscheidungen anzugehen. Verinnerlichen Sie das Gefühl, stets handlungsfähig bleiben zu können.

3) Akzeptieren und loslassen

Oft geraten wir in eine unangenehme Situation, die wir nicht aktiv ändern können. Die Gedankenspirale beginnt: „Warum passiert mir so etwas? Womit habe ich das verdient?“. Sind wir in einer solchen Spirale gefangen, demotivieren wir uns selbst. Der Schlüssel ist, Situationen, die wir nicht ändern können, zu akzeptieren und eine gewisse Distanz einzunehmen.

4) Gehen Sie achtsam mit sich selbst um

„Achtsamkeit bringt uns zurück in den gegenwärtigen Augenblick. Achtsamkeit bedeutet ‚In-Verbindung-Sein‘ mit mir, mit dem was hier und jetzt ist. Im Alltag hetzen wir oft von Termin zu Termin und sind entsprechend nach Außen gerichtet – weg von unserem Inneren. Achtsamkeitsübungen helfen, wieder zu uns selbst und unserer Mitte zu finden“, erläutert Prof. Dr. Jutta Heller.

5) Eigenverantwortung

Ihre Gesundheit ist wichtiger als Leistung und Erfolg. Fehler sind menschlich und oft unvermeidbar, selbst bei größter Sorgfalt. Stehen Sie sich selbst wie einem guten Freund gegenüber und verzeihen Sie sich und anderen. Wichtig ist auch: Gönnen Sie sich Auszeiten! Wer rund um die Uhr arbeitet und das ‚Hamsterrad‘ nicht verlässt, der kann dauerhaft weder produktiv noch kreativ sein. Schaffen Sie Zeiträume, in denen Sie sich auch von privaten Verpflichtungen lösen und etwas nur für sich selbst tun.


Sie möchten Ihre Resilienz stärken? Die ADG unterstützt Sie dabei!

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