Fünf Tipps für agiles Arbeiten

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Unternehmen, die agil arbeiten wollen, brauchen zu Beginn vor allem eines: eine ordentliche Portion Mut! Was ADG-Mitarbeiter, die seit Anfang 2018 im Rahmen des Zukunftsprozesses der Akademie in agilen Pilotteams mitarbeiten, außerdem noch raten, lesen Sie in unseren fünf Tipps.

1) Teams arbeiten selbstbestimmt

Klassische Unternehmenshierarchien gibt es beim agilen Arbeiten nicht. Stattdessen gibt es Teams, die an einer Aufgabe, an einem Projekt oder Produkt arbeiten. Innerhalb dieser Teams übernimmt jeder eine definierte Rolle. Es gibt zwar keine langfristigen Konzepte, aber agiles Arbeiten ist auch nicht konzeptlos. Es gibt Regeln für die Zusammenarbeit, die es aber trotzdem ermöglichen, flexibel auf Veränderungen zu reagieren. Die Teams arbeiten weitestgehend selbstbestimmt und selbstverantwortlich. Für Führungskräfte, die bisher allein oder im Kreis ausgewählter anderer Mitarbeiter in Leitungsfunktion Entscheidungen getroffen haben, heißt agiles Arbeiten deshalb oft: Loslassen zu können, dem Team zu vertrauen – und die eigene Rolle im neuen System zu finden.

2) Befähigung zu neuen Rollen  
Ob Team Coach, People Coach oder Product Owner – in agilen Teams werden Aufgaben und Verantwortung anders verteilt als in klassischen Abteilungen. Diese neuen Rollen ergeben sich aber nicht von selbst. Für jede Rolle werden auch entsprechende Qualifikationen und Fähigkeiten benötigt. Unsere agilen Piloten empfehlen: Sich genau mit den neuen Rollen zu beschäftigen und herauszufinden, welche Qualifikationen und Kompetenzen es eventuell noch auszubauen gilt. Und: Innerhalb der Teams müssen alle Mitglieder die einzelnen Rollen und ihre Funktionen ernst nehmen.

3)     Iterartives Vorgehen
Bei einem iterativen Prozess werden Entwicklungen schritt- beziehungsweise phasenweise umgesetzt. Die Bedürfnisse des Kunden stehen im Mittelpunkt des Arbeitens. Die Teammitglieder tauschen sich permanent aus und geben sich gegenseitig Feedback zu den vorläufigen Ergebnissen. Learnings und aktuelle oder unvorhersehbare Ereignisse können so schnell im Entwicklungsprozess umgesetzt werden. Für die ADG-Mitarbeiter ist dabei von besonderer Bedeutung, innerhalb des Teams regelmäßige Retrospektiven zu veranstalten und konkrete Maßnahmen zu vereinbaren, um die Zusammenarbeit schrittweise zu verbessern.

4)      Rituale stärken den Teamgeist
Wenn auf agiles Arbeiten umgestellt wird, arbeiten häufig Personen zusammen, die zuvor im Unternehmen nur wenige Berührungspunkte hatten. In den neuen Teams muss nicht nur Vertrauen in die neue Arbeitsweise erwachsen, sondern auch in die Kollegen. Bei den agilen Pilotgruppen der ADG haben gemeinsame Rituale den Teamgeist gestärkt. Mit dem Kartenspiel „Die Wahrheit über mich“ haben sich zum Beispiel einige ADG-Mitarbeiter auf spielerische Weise besser kennengelernt. Auch der gemeinsame Verzehr von mal mehr, mal weniger Süßigkeiten haben Nerven gestärkt und Energie bewahrt. Klar: Rituale am Arbeitsplatz, die das Zwischenmenschliche stärken, sind nichts Neues. Aber ohne sie kann der Prozess sehr zäh und sachlich werden. Wie bei fast allem im Leben gilt auch für das agile Arbeiten: Miteinander lachen hilft!

5)      Mutig sein

Etablierte Arbeitsweisen hinterfragen, vermeintlich Bewährtes hinter sich lassen und Neues ausprobieren – das erfordert einiges an Mut. Sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeiter müssen ihre bisher bekannten Rollen verlassen und Muster durchbrechen. Dabei werden die Neuerungen nicht bei allen Mitarbeitern für Zustimmung oder gar Begeisterung sorgen. Wer Dinge verändern will, muss mutig sein – und in Kauf nehmen, dass man dabei auch scheitern kann. Wichtig ist: Transparenz über den Prozess schaffen, Feedback und Kritik zulassen und annehmen, Verständnis zeigen und sich im Team gegenseitig unterstützen, weiterzumachen.

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