Genossenschaftliche Innovationsökosysteme

Am Beispiel der kanadischen Metropole Vancouver zeigt sich, dass auch in Zeiten einer immer komplexer werdenden Welt Wirtschaftswachstum, Nachhaltigkeit und Lebenswert positiv korrelieren können und innerhalb weniger Jahrzehnte regional umsetzbar sind. Die Stadt setzt dabei überwiegend auf zentral gesteuerte Aktivitäten der „Vancouver Economic Comission“, die alle gesellschaftlichen und unternehmerischen Anspruchsgruppen auf der Basis werteorientierten Handelns konsequent das Ziel verfolgen lässt, Vancouver zu einer global anerkannten Stadt für innovatives, kreatives und nachhaltiges Business zu entwickeln. Das Streben Vancouvers weist dabei Parallelen zu genossenschaftlichen Wesensprinzipien sowie zu im deutschsprachigen Raum bereits existierenden Ansätzen genossenschaftlicher Innovationsökosysteme auf. Letztere haben bereits an verschiedenen Stellen bewiesen, dass sie das Potenzial haben in Zeiten komplexer Herausforderungen zukunftsfähige Lösungen für die Menschen in der Region gemeinschaftlich zu entwickeln. Gleichzeitig lassen sich mittels innovativer Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle neue Ertragsquellen erschließen. Strategen genossenschaftlicher oder kooperativer Banken und Unternehmen sollten nachfolgende Fragen bewegen:

 

  • Was können deutsche Städte, Gemeinden und Regionen von Vancouver hinsichtlich des Aufbaus und der Gestaltung dynamischer Innovationsökosysteme lernen?
  • Welche Rolle können Genossenschaften in Innovationsökosystemen spielen?
  • Wie könnten die Innovationsprinzipien, -methoden und -formate in der jeweiligen Region erfolgversprechend eingesetzt werden?


Auszug aus dem Whitepaper:

„Die (Innovations-)Kraft der Gemeinschaft – vom Homo oeconomicus zum Homo cooperativus"

[...] „Im Konzept von Raiffeisen war die Kraft der Gemeinschaft zentral. Raiffeisen hatte das Bewusstsein, dass viele schaffen können, was einer alleine nicht schafft. Bei dem hier zugrundeliegenden Ökonomieverständnis spielt die Erkenntnis eine zentrale Rolle, dass Menschen nicht ausschließlich zweckrationale eigennutzmaximierende Wesen sind („Homo oeconomicus"), sondern dass sie ebenfalls das Bedürfnis nach Gemeinschaft und die Fähigkeit zur Kooperation besitzen (Leitbild des „Homo cooperativus").



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Ihre Ansprechpartnerin

Viktoria Schäfer

M. Sc.
Vorstandsvorsitzende und wiss. Leiterin


Über die Autoren

Dr. Tobias Popovic ist Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule für Technik Stuttgart (HFT) und forscht am Zentrum für Nachhaltiges Wirtschaften und Management (ZNWM) der HFT u.a. zu den Themen Genossenschaftswesen, Sustainable Finance, Sustainable Innovation und transdisziplinäre Reallabore (Living Labs).


Dr. Thomas Baumgärtler ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule Offenburg sowie Mitglied am dortigen Institute for Trade and Innovation. Seine Forschungsaktivitäten richten sich insbesondere auf bank- und genossenschaftswissenschaftliche Fragestellungen sowie auf das Nachhaltigkeitsmanagement.

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