Risikokultur in Genossenschaftsbanken

Diskussionen um die Notwendigkeit einer Risikokultur in Kreditinstituten haben insbesondere nach der letzten Finanz- und Wirtschaftskrise an Bedeutung gewonnen und stehen in der täglichen Praxis in enger Verbindung mit entsprechenden Auflagen der Bankenaufsicht.

Das vorliegende WhitePaper zeigt auf, warum es organisational sinnvoll erscheint, die Risikokultur als Teil der Unternehmenskultur zu etablieren. So werden am Beispiel des Unternehmenskulturmodells grundsätzliche Überlegungen zur Unternehmenskultur auf das Konzept der Risikokultur übertragen. Auch zeigen die Autoren definitorische Unterschiede zwischen den Begriffen Risiko und Ungewissheit auf, die transparent machen, dass die meisten relevanten unternehmerischen Entscheidungen unter Ungewissheit getroffen werden und sich nicht einem quantifizierbaren Risiko messen lassen - was das bisherige Verständnis des Begriffs Risikokultur in Genossenschaftsbanken deutlich erweitert. Das daraus entstehende neuartige Zusammenspiel von Risikokultur, Technologie und Geschäftsmodell ermöglicht die Zeichnung eines neuen Zielbildes vom genossenschaftlichen Verständnis der Risikokultur. Auf Basis dessen wird der entsprechende Status-Quo in Genossenschaftsbanken kritisch gewürdigt sowie neben den hieraus resultierenden Konsequenzen auch konkrete Handlungsfelder zur Verbesserung aufgezeigt.

Auszug aus dem WhitePaper:

„Risikokultur in Genossenschaftsbanken"

„[...] Wer unternehmerischen Erfolg haben möchte, darf der Ungewissheit nicht aus dem Weg gehen. Der Umgang mit Ungewissheit muss daher in einem Konzept zur Risikokultur besonders hervorgehoben werden. Risikokultur darf sich, obwohl auch die Aufsicht explizit Risikokultur einfordert, weder darauf beschränken, formale aufsichtsrechtliche Anforderungen zu erfüllen, noch darf sie sich ausschließlich mit einem ökonometrisch geprägten, risikovermeidenden Risikoverständnis nach Knight beschäftigen. Risikokultur muss vielmehr die Innovationsfähigkeit in der Genossenschaftsbank hervorheben. Die genossenschaftliche Idee muss kulturprägend wirken und dadurch das unternehmerische Denken und die Neugier, neue Geschäftsfelder zu entdecken und neue Dinge auszuprobieren fördern und unterstützen."


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Ihre Ansprechpartnerin

Dr. Viktoria Schäfer

Vorstandsvorsitzende und wiss. Leiterin


Über die Autoren

Prof. Dr. Christian Kalhöfer lehrt an der ADG Business School an der Steinbeis-Hochschule zu Themen der Bank- und Finanzwirtschaft und ist als
Mitglied der akademischen Leitung der
ADG Business School verantwortlich für
die Masterstudiengänge.


Dr. Mirco Kübler ist Geschäftsführer der ADJUVAMUS® - Gesellschaft für Bankmanagement mbH und begleitet Institute bei der Entwicklung ihrer Geschäftsmodelle, der strategischen Ausrichtung sowie bei komplexen Restrukturierungsprojekten. Sein Fokus liegt sowohl auf der etablierten Bankenwelt als auch auf modernen Finanz-Technologien.

Axel Gürntke ist seit 2002 für die Akademie Deutscher Genossenschaften (ADG) tätig und hat hier bis 2019 als Bereichsleiter das Geschäftsfeld Genossenschaftliche FinanzGruppe verantwortet. Seit August 2019 verantwortet er die zentrale Angebotsanalyse und -steuerung. Daneben ist er seit 2011 Geschäftsführer
der ADG Business School an der Steinbeis-Hochschule Berlin.

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