Internationale Summer School 2015 auf Schloss Montabaur: Social Banking im Fokus

Vom 5. bis 10. Juli 2015 dreht sich bei der jährlichen Summer School auf Schloss Montabaur alles um sozialverantwortliches Bankenwesen und Genossenschaften. Interessierte aus aller Welt können hier gemeinsam die Verbindung zwischen gesellschaftlichen Herausforderungen, Prinzipien und Werten von sozialen sowie genossenschaftlichen Banken, Unterschiede zu anderen Bereichen des Finanzsektors, neuere Entwicklungen beleuchten.

Rückbesinnung auf genossenschaftliche Werte im internationalen Teilnehmerkreis

Seit der Finanzkrise 2008 gibt es eine offensichtliche Rückbesinnung auf zentrale genossenschaftliche Werte und Prinzipien. Scheinbar „Selbstverständliches" wird hinterfragt: Was ist die Aufgabe einer Bank? Dient das Finanzgeschäft der Realwirtschaft oder ist dieses bloß Mittel der Gewinnmaximierung? Stellt sich „Banking" in den Dienst der Interessenbefriedigung von Menschen? Was ist der Werterahmen von Finanzinstituten? Wie kann ein sozial verantwortliches Bankgeschäft aussehen?

Es gibt weltweit zwei Gruppen von Finanzinstituten, die hier besondere Antworten liefern:

  • zum einen eine wachsende Gruppe von sozial-ökologischen Banken (in Deutschland etwa die GLS Bank, in Holland Triodos, in Italien Banca Etica),
  • zum anderen die Gruppe der Genossenschaftsbanken, die sich traditionell an der Förderung von Mitgliedern und an der Entwicklung der regionalen Wirtschaft ausrichten.


Die vom Institute for Social Banking, der GLS Bank und der ADG auf Schloss Montabaur ausgerichtete Konferenz „WE COOPERATE!" schlägt Brücken zwischen den beiden Ansätzen und widmet sich den spezifischen Antworten von genossenschaftlichen und sozialen Banken auf zentrale gesellschaftliche Probleme, insbesondere in den Themenfeldern „Alternde Gesellschaft und Gesundheit", „Bildung und Kultur", „Landwirtschaft und Umwelt", „Energie und Klimawandel" und „Armut und finanzielle Beteiligung".

Die Konferenz lädt zu instituts- und länderübergreifenden Diskussionen zu Fragen wie: Wie unterscheiden sich die Lösungsansätze und wo haben sie Gemeinsamkeiten? Ist es Zufall, dass sozial-ökologische Banken häufig die Rechtsform der Genossenschaft haben? Können Genossenschaftsbanken von sozial-ökologischen Banken lernen und umgekehrt? Gibt es Möglichkeiten, zukünftig noch stärker zu kooperieren?

Ihr Nutzen:

  • Sie erhalten die Möglichkeit sich jenseits des Tagesgeschäftes mit weiterreichenden Perspektiven, der gesellschaftlichen Verantwortung des Bankgeschäftes intensiv auseinanderzusetzen.
  • Sie lernen „Best-Practice"-Beispiele aus dem genossenschaftlichen und sozial-ökologischem Bankgeschäft kennen.
  • Sie können sich in einer unkonventionellen Konferenzatmosphäre inspirieren lassen und Ideen generieren, wie das Bankgeschäft in Zukunft aussehen kann.


Inhaltsschwerpunkte:

  • Tag 1: Gemeinsam gesellschaftliche Herausforderungen meistern
  • Tag 2: Genossenschaftliche und soziale Banken sowie deren aktuelle Entwicklungen kennenlernen und verstehen
  • Tag 3: Kredit und Investitionen – Ansätze, um gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen
  • Tag 4: Anlagenmanagement – Ansätze, mit gesellschaftlichen Herausforderungen umzugehen
  • Tag 5: Prozesse und Strukturen – Mitgliederbeteiligung, Wirkungsanalyse, Mitarbeitereinbindung


Unter gesellschaftliche Herausforderungen wird verstanden:

  • Armut und finanzielle Beteiligung
  • Alternde Gesellschaft und Gesundheit
  • Landwirtschaft und Umwelt
  • Energie und Klimawandel
  • Bildung und Kultur


Hinweis:
Konferenzsprache ist Englisch

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