6. Netzwerk Alumni Exklusiv: ADG-Absolventen erhalten wichtige Impulse zur Weiterentwicklung der Genossenschaftsidee

31.08.2017Christian Gies
Knapp 120 der besten Absolventen der ADG-Management-, Qualifizierungs- und Hochschulprogramme sind Ende Juli dem Ruf ihrer Alma Mater "ADG" auf Schloss Montabaur gefolgt. Exzellente Referenten regten die Teilnehmer mit inspirierenden Vorträgen rund um die Genossenschaftsidee von Friedrich Wilhelm Raiffeisen zum Nachdenken an, wie dieses wertvolle Gut der genossenschaftlichen Idee in die heutige Zeit sowie auf morgen übertragen werden kann und jeder Einzelne auch zukünftig den Erfolg der genossenschaftlichen Organisation maßgeblich mitgestalten kann. Im Fokus der Veranstaltung stand das Netzwerken: Gemeinsam haben die Alumni über die Vortragsthemen diskutiert, gute Gespräche miteinander geführt und neue Kontakte geknüpft.
"Geno 7.0 – So entwickeln Sie die Genossenschaftsidee weiter!" lautete das Oberthema des jährlichen Alumni-Treffens, zu dem die ADG-Vorstandsvorsitzende Yvonne Zimmermann und Achim Kleinefenn, Bereichsleiter ADG, die Besten aller ADG-Absolventen begrüßte.

Den Auftakt des Vortragsreigens machte Thomas Mende von der DZ BANK AG zum Thema „Immaterielles Weltkulturerbe Genossenschaftsidee – Mit kräftigen Wurzeln die Zukunft gestalten!“. Mende berichtete über die einzelnen Schritte bis zur Anerkennung der Genossenschaftsidee, verriet Details über den Verlauf der damaligen UNESCO-Sitzung in Addis Abeba und zeigte nochmals den Nutzen der Anerkennung für die gesamte Genossenschaftsorganisation auf.


Gründer Andreas Freitag über den Erfolg des Silicon Valley und was wir daraus lernen können

Was ist das Geheimnis der Innovationskultur des Silicon Valley? Und was können Genossenschaften vom Silicon Valley lernen? Antworten darauf und damit spannenden Einblicke in die Arbeit im Silicon Valley hat Andreas Freitag, Gründer und CEO der Leadership-Agentur PLOT mit Sitz in San Francisco und Hamburg, in der Alumni-Veranstaltung gegeben. „Es ist sicher nicht so, dass der dort viel beschriebene Innovationsgeist einfach vom Himmel fällt. Der Erfolg hängt von drei wesentlichen Faktoren ab: harte Arbeit, hoher Einsatz und eine hohe Vernetzung vieler Spezialisten. Hinzukommen moderne Technologien und Methoden, die unterstützen, neue Services mit hohem Mehrwert zu generieren. Einer alleine kann in dieser digitalen Welt nichts mehr richten“, sagte Freitag.

Genau dies könne auch für die Genossenschaften ein großer Vorteil sein, wenn sie sich noch stärker vernetzen, das vorhandene Wissen vieler Experten in der Gruppe zusammenbringen und schließlich − mit deutlich höherer Geschwindigkeit als heute − kundenfreundliche Produkte und Dienstleistungen schaffen. Es sei nicht der finanzielle Aspekt, sondern ein kultureller Faktor, dass das Silicon Valley gegenüber allen anderen Regionen in der Welt einen Vorsprung besitze. „Die Genossenschaften müssten als aus meiner Sicht wichtigste Aufgabe erst einmal die kulturellen Voraussetzungen für Innovation im eigenen Haus schaffen“, betonte Freitag.

Vortrag der ADG Business School: Bedeutung der genossenschaftlichen Werte im digitalen Zeitalter

"Die Genossenschaftsidee und die Blockchain - Chance oder Risiko?“ hieß im Anschluss die spannende Frage von Prof. Dr. Christian Kalhöfer, Akademischer Leiter der ADG Business School an der Steinbeis-Hochschule Berlin, sowie von Viktoria Schäfer (M. Sc.), Wissenschaftliche Mitarbeiterin der ADG Business School an der SHB. Die beiden Referenten des Hochschulinstituts hinterfragten dabei, ob genossenschaftliche Werte im Zeitalter der Digitalisierung noch wichtig sind und ob die Digitalisierung zudem Vertrauen überflüssig mache. Beide betonten, dass vor allem in diesen Zeiten des digitalen Wandels die genossenschaftlichen Werte und das damit eng verknüpfte Vertrauen von Mitgliedern und Kunden in die Genossenschaften extrem wichtig seien. In dem Kontext stellten die beiden Mitarbeiter der ADG Business School die Blockchain-Technologie und mögliche Anwendungsformen für genossenschaftliche Unternehmen vor.

Am Abend durften sich die Alumni sehr auf die Dinner-Speech von Dr. Andreas Martin, Mitglied des Vorstandes des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken BVR, freuen. Im Rahmen des Gala-Dinners im Veranstaltungszentrum ging Dr. Martin auf das Thema „Mitgliedschaft und Membervalue in der virtuellen Welt“ und wie  es den Genossenschaften gelingen kann digitale Mitgliedernetzwerke auf- und auszubauen.

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