ADG-Kompetenzmodell für Vorstände und Führungskräfte

Das ADG-Kompetenzmodell ist ein ganzheitlich und systemisch hergeleitetes Konzept von Fähigkeiten, Wissen und Eigenschaften, die notwendig sind, um als Vorstand und Führungskraft aktuelle und zukünftige Herausforderungen erfolgreich bewältigen zu können. Einige Ansätze wirken traditionell und vertraut, andere bedeuten neue wichtige Impulse für die genossenschaftliche FinanzGruppe.

In herausfordernden Zeiten bedarf es stets der Fokussierung und der Klarheit, um gesetzte Ziele zu erreichen. Bei aller genossenschaftlichen Vielfalt, die die genossenschaftliche FinanzGruppe stark macht, braucht es auch stabile Gemeinsamkeiten, um die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben. Anders als andere zu sein, ist in der Bankenbranche durchaus lohnens- und erwähnenswert. Gelebte und für Kunden, Mitarbeiter und Führungskräfte erlebbare Andersartigkeit manifestiert sich täglich durch Verhalten, Entscheidungen und Kultur. Diese drei Faktoren werden maßgeblich durch Kompetenzen bestimmt.

Der genossenschaftliche Führungs- und Förderkreislauf basiert auf stringenten Managementprinzipen, aber eben auch auf dem eigentlichen Wesen einer Genossenschaft, wenn es um inspirierten Eigennutz und kraftvolle Solidarität geht. Schlagworte wie Selbsthilfe und Selbstverantwortung dürfen keine leeren Hülsen sein, sie müssen zentral für Selbst- und Fremdführung sein.


Werkzeuge und Methoden für die erfolgreiche Arbeit von Vorständen und Führungskräften

Werte und Führungsprinzipien sollten kontinuierlich zu einem erlebbaren Alleinstellungsmerkmal ausgebaut werden. Wenn es keinen Unterschied macht, ob jemand in der genossenschaftlichen FinanzGruppe arbeitet oder bei einem anderen Unternehmen, endet dies zwangsläufig in der Beliebigkeit. Vor diesem Hintergrund verknüpft das ADG-Kompetenzmodell Führung, Förderung und Kompetenzen miteinander.

Das Kompetenzmodell verfolgt das Ziel, Vorständen und Führungskräften die notwendigen Werkzeuge und Methoden für den Erfolg zu geben. Die hierfür zentralen Bedarfe lassen sich aus den Kompetenzdimensionen ableiten. Neben klassischen Kompetenzen, wie sie sich in anderen Branchen finden, etwa „Ich/Individuum“, also Selbstkompetenz und „Mitarbeiterführung“, stellen andere Dimensionen wichtige Besonderheiten der genossenschaftlichen FinanzGruppe heraus.

Das „Unternehmertum“ hat die genossenschaftliche FinanzGruppe stark gemacht. Aktuell haben wir weit über 3.000 Unternehmer bzw. Vorstände. Es gilt, diesen Gestaltungswillen zu stärken und ein Mitunternehmertum zu etablieren. "Formelle Fachkompetenzen" ergeben sich insbesondere aus den regulatorischen Anforderungen, wie dem KWG und der Branchenexpertise, und sind damit die Basis für alles Weitere.

Mit dem Begriff "Unsicherheitsmanagement" ist der Paradigmenwechsel in der modernen Managementlehre gemeint. Die Zeiten, in denen ein jährlich stabiles Wachstum in Szenarien fortgeschrieben werden kann, sind vorbei. Damit gewinnt das Treffen von Entscheidungen unter Unsicherheit, welches zentrale Aufgabe eines Unternehmers ist, intensiv an Bedeutung. Wir müssen uns den Herausforderungen der Digitalisierung stellen, hierzu neue Geschäftsmodelle implementieren und das aktuelle modifizieren. Diese Veränderungen werden wir zu einem Großteil ausschließlich über Innovationen meistern können.


"Genossenschaftliche Kompetenz" als wichtigste Dimension des ADG-Kompetenzmodells

Die wichtigste Kompetenzdimension lautet "Genossenschaftliche Kompetenz". Unsere starke Marke müssen wir leben und täglich für die Menschen, nämlich Kunden bzw. Mitglieder, Mitarbeiter und Führungskräfte erlebbar machen. So stärken wir unseren Markenkern und arbeiten am Unternehmenserfolg. Hierfür ist notwendig, dass wir die Chancen der Regionalität weiterhin nutzen und trotzdem in der Lage sind, ein Allfinanzdienstleister durch die Möglichkeiten des Verbundes zu sein. Zu guter Letzt muss alles, was wir tun auf unsere Kunden bzw. Mitglieder ausgerichtet sein. Die Mitgliedschaft darf nicht auf Dividende reduziert sein, sie muss nach dem Prinzip der Mitgliederförderung aber auch Mitgliederforderung nach wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Anforderungen ausgestaltet werden und die Grundsätze von Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung nicht aus dem Auge verlieren.

Diese genossenschaftliche Idee fördert und unterstützt das Kompetenzmodell. Das ADG-Kompetenzmodell ist ein inhaltliches Steuerungsinstrument für die ADG. Auf dieser Grundlage analysieren und hinterfragen wir ständig unser Dienstleistungsportfolio und entwickeln es weiter.

Zum Einsatz kam das ADG-Kompetenzmodell bisher schon bei der Weiterentwicklung des TOP-Managementprogramms. Ab dem 35. TOP sind die beschriebenen Inhalte als zentrale Haltung für Führung verankert.

Komplexität, Unsicherheit und Dynamik kennzeichnen den Alltag, in dem sich Vorstände und Führungskräfte bewegen und zusätzlich entscheiden müssen. Die Qualität der Führung ist gerade in solch bewegten Zeiten maßgebend für den Unternehmenserfolg. Führungsarbeit innerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe muss auf dem Fundament von genossenschaftlichen Werten und einer inneren Haltung zu nachhaltigen Zielen erfolgen. Werte und innere Haltung stellen wesentliche Determinanten für den Erfolg dar!

Für weitergehende Fragen stehen Ihnen gerne zur Verfügung:

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Axel Gürntke
Dipl.-Kaufmann / MBA
Bereichsleiter Genossenschaftliche FinanzGruppe

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Fax: (02602) 1495-170
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Dr. Christoph Stumm
Master of Global Management, Dipl.-Betriebswirt (FH)
Teamleiter

Produktmanagement für: TOP-Programmgruppe, ADG Club, ADG-Vorstandsforum

Tel.: (02602) 14-197
Fax: (02602) 1495-197