Pflichten der Geschäftsleitung - Zentrale Stelle, WpHG-Compliance, Geldwäsche und Datenschutz

Seminar (ST0621-104)

Diese Veranstaltung richtet sich an:

Vorstände

Pflichtverletzungen und Sanktionen vermeiden

Schnell können Sie als Vorstand für Fehler in den Bereichen Datenschutz, Compliance, Geldwäsche oder Prävention sonstiger strafbarer Handlungen verantwortlich gemacht werden. Auch die Aufsicht unterstreicht diese Entwicklung, indem sie in zahlreichen Veröffentlichungen zum Thema immer wieder direkten Bezug auf Ihre Pflichten gemäß § 25a KWG nimmt.

Dabei sind all diese Bereiche einem starken Wandel mit teilweise erheblich verschärften Anforderungen ausgesetzt. Auch im Bereich des Datenschutzes haben sich die Anforderungen durch die Umsetzung der EU-DSGVO weiter verschärft.

Unsere Veranstaltung verschafft Ihnen kompakt den Überblick über die vorstandsrelevanten Anforderungen im Beauftragtenwesen. Denn gerade für diese sensiblen Themen mit ihren vielen Fallstricken gilt: Wer gut informiert ist und über eine passende Geschäftsorganisation verfügt, vermeidet im Ernstfall Haftung.

Inhaltsschwerpunkte:

  • Datenschutz:
    • Neue Regelungen und Veränderungen
    • Datenschutz als Managementaufgabe
    • Datennutzung in der genossenschaftlichen FinanzGruppe
    • Rechtsstellung und Qualifikation des betrieblichen Datenschutzbeauftragten
    • Aktuelle Regeln beim Arbeitnehmerdatenschutz
    • Die Haftung des Vorstandes
  • Kapitalmarkt-Compliance:
    • Die Compliance-Funktion nach MaComp
    • Marktmissbrauchsregime (MAD / MAR); Schwerpunkt: Marktmanipulation und Insiderhandel
    • Wertpapiervertrieb und Regulatorik (Product Governance, Geeignetheitserklärung, Informationsblätter, Beschwerdemanagement, Vertriebsvorgaben und Vergütung)
  • Geldwäsche:
    • Aktuelle Neuigkeiten und Entwicklungen 5. EU-Geldwäscherichtlinie
    • Gesetzliche und aufsichtsrechtliche Grundlagen und die wichtigsten Auswirkungen auf die Bankpraxis
    • Anforderungen an das Risikomanagement und die Risikoanalysen
    • Geno-SONAR: Ermittlung der Kundenrisikoklassen und Ableitung entsprechender CDD-Maßnahmen
    • Pflichtverletzung, Leichtfertigkeit und strafrechtliche Konsequenzen
  • § 25h KWG – Verhinderung sonstiger strafbarer Handlungen durch die zentrale Stelle:
    • Die besondere Vorbildfunktion und Verantwortung der Geschäftsleitung
    • (Prüfungs-)Anforderungen und Prüfungsschwerpunkte der Aufsicht
    • Zentrale Stelle: erweiterte Pflichten für den Geldwäschebeauftragten
    • Implementierung eines integrierten und effektiven Systems zur Betrugsprävention
    • Schlüsselfaktor Mensch – praktische Handlungsempfehlungen und Präventionsansätze

Ihr Nutzen:

  • Sie informieren sich in kompakter und praxisorientierter Form, welche gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Regelungen im Zusammenhang mit den Themen „MaComp“, „AnsFuG“, „MiFID II“, „Datenschutz“, „Geldwäsche“ und „Verhinderung sonstiger strafbarer Handlungen“ beachtet werden müssen.
  • Sie diskutieren, wie Sie die Anforderungen in Ihrer Bank (kosten)effizient und trotzdem wirkungsvoll umsetzen und welche Folgen bei Verstößen für Sie oder Ihr Haus entstehen können.
  • Sie haben ausreichend Gelegenheit mit Ihren Vorstandskollegen und unseren Dozenten, die über langjährige praktische Erfahrungen im genossenschaftlichen Sektor verfügen, Praxiskonzepte zur Umsetzung zu diskutieren.

Dozenten:

André Krause, DZ BANK AG


Michael Hofstetter, Anwaltskanzlei Hofstetter & Seitz


Norbert Schäfer, DZ CompliancePartner GmbH


Peter Zawilla, FMS FRAUD & COMPLIANCE Management Services GmbH